Berlin war eine Reise wert

djm2019Gleich mit 11 neuen Landesjahrgangsrekorden und einem Deutschen Jahrgangsrekord im Gepäck sind die Schwimmer aus dem BezirksSchwimmverband Hannover von den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin zurückgekehrt. Fünf Tage wurden Bestzeiten geschwommen und dabei in den Finals 9 Gold- und jeweils 5 Silber- und Bronzemedaillen eingesammelt. Am Mittwoch verbesserte Sven Schwarz (2002) seinen erst im April in Stockholm aufgestellten Deutschen Jahrgangsrekord erneut und schlug mit neuer Bestzeit von 8:01,82 an. Dafür wurde er am Sonntag auf den DJM, vor Beginn des letzten Abschnittes, noch direkt geehrt. Der erste Landesjahrgangsrekord fiel aber bereits am Dienstag, als Finn Wendland (2005) erst im Vorlauf über 100 m Brust mit neuer Bestzeit von 1:07,54 anschlug, um den Rekord dann wenige Stunden später im Finale erneut zu verbessern und mit 1:07,17 erstmal neu festzulegen. Mit dieser tollen Zeit konnte er sich in einem schnellen Lauf die Silbermedaille sichern. Kurz zuvor hatte Malin Grosse (2002) schon ihr Finale über 100 m Brust gewonnen und sich souverän die Goldmedaille abgeholt. Die erste Medaille, für die BSH Schwimmer, holte sich aber Madlen Wendland (2002) über 200 m Schmetterling ab. Mit neuer Bestzeit von 2:19,52 schwamm sie zur Goldmedaille. Kurz danach konnte Jule Köhler (2005) in ihrem Finale über 100 m Freistil mit einer Zeit von 0:58,71 die Bronzemedaille in Empfang nehmen. Am Mittwoch gab es dann neben dem Deutschen Jahrgangsrekord von Sven noch einen weiteren Landesjahrgangsrekord von Finn Wendland. Über 200 m Rücken konnte er sich von seiner bisherigen Bestzeit 2:16,34 über 2:14,71 im Vorlauf bis auf 2:12,07 im Finale verbessern und den bisherigen Rekord von 2:13,26 pulverisieren. Für diese Leistung gab es dann bei der Siegerehrung Bronze. Ebenfalls Bronze gewann Lukas Knölker (2001) über diese Strecke. Seine Zeit beim Zielanschlag: 2:09,14. Nur einen weiteren Landesjahrgangsrekord? Nein, es gab noch einen weiteren im Finale über 50 m Schmetterling verbesserte sich Jona Finn Sue (2003) nicht nur von Platz 5 im Vorlauf auf Platz 4, sondern schwamm in 0:25,49 auch eine neue Rekordzeit. Der bisherige Rekord war bereits 13 Jahre alt und stand somit sehr lange schon bei 0:25,76.

Um genau eine Hunderstel Sekunde verbesserte Alena Gemici (2006) den bisherigen Landesjahrgangsrekord über 200 m Freistil im Finale am Donnerstag, auf 2:09,30. Mit dieser Zeit erreichte sie einen tollen Platz 4 in einem sehr schnellen Finallauf.  Ebenfalls über 200 m Freistil im Finale war Sven Schwarz. Für seine Zeit von 1:53,07 gab es die Silbermedaille. Die Goldmedaille über 1500 m Freistil hatte sich Sven schon am Ende des Vormittages in 15:28,11 gesichert. Gold holte sich im Finallauf über 50 m Brust erneut Malin Grosse in 0:33,06. Doch damit war ein erfolgreicher Donnerstag noch nicht beendet. Finn Wendland war über 50 m Brust in 0:30,78 bereits im Vorlauf einen neuen Landesjahrgangsrekord geschwommen. Im Finale hatte er dann Appetit auf noch ein klein wenig mehr und verbesserte den Rekord gleich nochmal auf 0:30,70. Dafür gab es bei der Siegerehrung Gold. Bronze holte sich dann im Jahrgang 2002 Finn Bölck ab, der im Finale nach nur 0:29,91 angeschlagen hatte. Das war schon ganz schön viel für einen Tag, aber noch nicht genug für Finn Wendland. Ein weiteres Finale stand auf dem Plan: die 100 m Rücken. Seine bisherige Bestzeit von 1:03,64 hatte Finn schon im Vorlauf mit 1:02,49 deutlich verbessert. Im Finale war dann aber noch mehr drin und mit 1:01,62 war dann eine weitere Goldmedaille und ein neuer Landesjahrgangsrekord auf dem Erfolgskonto von Finn. Die letzte Medaille am Donnerstag steuerte dann Lukas Knölker (2001) bei, der mit neuer Bestzeit von 0:58,72 Bronze auf dem Siegertreppchen erhielt. Bis zum vergangenen Freitag stand der Landesjahrgangsrekord für 14jährige über 200 m Lagen bei 2:13,69 und war damit sogar ein Jahr älter als Finn Wendland (2005). 2004 war er aufgestellt worden. Im Finale über 200 m Lagen schlug Finn bereits nach 2:12,53 an und verbesserte den Rekord um über eine Sekunde. Silber gab es dann auch noch für diese tolle Zeit. Am Ende eines langen Freitages standen dann noch die 400 m Freistil auf dem Programm. Vor fast genau vier Jahren war Marcel Stöwer bei den DJM in 3:57,73 Landesjahrgangsrekord geschwommen. Sven Schwarz war 2019 dann noch ein wenig schneller unterwegs und holte sich in neuer Rekordzeit von 3:56,94 auch noch die Goldmedaille ab. Die Finals am letzten Tag begannen mit den 200 m Brust. Malin Grosse schwamm hier in 2:31,79 deutlich vor dem Feld und gewann erneut Gold. Damit holte sich Malin in ihrem Jahrgang 2002 alle Titel auf den Bruststrecken. Herzlichen Glückwunsch Malin. Zur Silbermedaille schwamm dann Finn Wendland über 200 m Brust in neuer Bestzeit von 2:26,75 ebenso wie Nikita Schewz (2003) der in einem spannenden Rennen seine bisherige Bestzeit gleich um zwei Sekunden auf 2:24,19 verbessern konnte. Dafür das auch Tag 5 nicht ohne Landesjahrgangsrekord zu Ende ging sorgte auf der letzten Finalstrecke Jona Finn Sue (2003). Er war mit neuer Bestzeit von 0:58,18 als Sechstschnellster ins Finale gekommen. Hier konnte er sich mit neuer Bestzeit von 0:56,98 bis auf Platz 4 verbessern. Damit war erneut ein bereits 13 Jahre alter Rekord Geschichte, der 2006 in 0:57,09 geschwommen wurde.

Fünf Tage Berlin haben sich gelohnt für unser Schwimmer aus dem BezirksSchwimmverband Hannover. Neben den erwähnten Medaillengewinnern und Rekordschwimmern gab es noch viele weitere Finalteilnehmer und neue Bestzeiten, die der nachfolgenden Tabelle entnommen werden können. Wir gratulieren Euch zu diesen tollen Erfolgen bei der diesjährigen Deutschen Jahrgangsmeisterschaft.